Ein Inventaretikett (Asset Tag) ist ein physisches Etikett mit eindeutiger Kennung, das an Ausstattung angebracht wird, damit sie sich identifizieren, erfassen und ihrem Datensatz im Asset-Register zuordnen lässt.
Ein Inventaretikett (engl. asset tag) ist ein physisches Etikett mit eindeutiger Kennung, das an Ausstattung angebracht wird, damit sich der Gegenstand auf den ersten Blick identifizieren und seinem Datensatz im Asset-Register zuordnen lässt. Das Etikett ist die Brücke zwischen dem physischen Objekt und seinen Daten: wer es besitzt, wohin es gehört, was es gekostet hat und was mit ihm geschehen ist.
Was ein Inventaretikett leistet
Ohne Etikett heißt die Identifikation von Ausstattung: Beschreibungen („der ältere der beiden Beamer?”) oder die Suche nach einer Seriennummer des Herstellers an der Unterseite des Geräts. Mit Etikett kann jeder eine kurze ID lesen oder scannen und landet in Sekunden beim richtigen Datensatz.
Genau das zählt in den Momenten, in denen Asset-Tracking zählt: Ausstattung übergeben, Inventur machen, einen Mangel melden, einen verlorenen Gegenstand wiederfinden oder das Eigentum nach einem Diebstahl nachweisen.
Arten von Asset-Tags
- QR-Code-Etiketten - der Matrixcode enthält entweder die reine ID oder eine URL direkt zum Profil des Assets, und jedes moderne Handy liest ihn ohne zusätzlichen Scanner. Der Standard für neue Kennzeichnungsprojekte.
- Barcode-Etiketten - das klassische Lagerformat; braucht einen Scanner oder eine Scan-App und codiert nur die ID.
- Einfach gedruckte Etiketten - nur die ID und der Firmenname. Günstig, in Ordnung für geringwertige Gegenstände, aber jede Suche wird von Hand eingetippt.
- Manipulationssichere und selbstzerstörende Etiketten - hinterlassen beim Abziehen eine sichtbare Markierung oder Fragmente; eingesetzt dort, wo das Ablösen selbst das Risiko ist (Diebstahl, Garantiebetrug).
- Metall- und Folienetiketten - vernietet oder geklebt für raue Umgebungen, in denen Klebeetiketten versagen: Baustellenausrüstung, Werkstattmaschinen, Ausstattung für den Außeneinsatz.
Die Identifikation aus der Ferne - RFID, GPS - ist eine eigene Kategorie mit eigenen Hardwarekosten; wie sich diese Ansätze gegenüber der etikettenbasierten Verfolgung schlagen, behandelt der Eintrag Asset-Tracking-System.
Nummerierungsschemata, die altern
Für das Etikett selbst zählt eine Regel am meisten: Die darauf gedruckte ID muss exakt dem Suchschlüssel in Ihrem Register entsprechen, sonst läuft der Scan ins Leere. Das Schema dahinter - kurz, fortlaufend, nach Typ mit Präfix, nie wiederverwendet - ist ein Thema für sich und vollständig im Eintrag Asset-Nummer behandelt.
Platzierung und Haltbarkeit
Etiketten dort anbringen, wo sie ohne Zerlegen lesbar sind, aber abseits der größten Beanspruchung: an der Laptop-Unterseite nahe dem Scharnier, am Gehäuse (nicht am Griff) von Elektrowerkzeugen, am Türrahmen statt auf dem Türblatt. Für Ausstattung, die im Freien steht oder aggressiv gereinigt wird, lohnen sich die paar Cent mehr für laminierten Polyester oder Etiketten mit Metallrücken - ein abgelöstes Etikett bedeutet ein nicht erfasstes Asset.
Asset-Tags in der Praxis
Das Etikettieren ist der erste Schritt zu einem funktionierenden Register, nicht das Ziel selbst. Das Muster, das trägt: Jeder erfasste Gegenstand bekommt beim Kauf ein Etikett, Etiketten-ID und Seriennummer werden gemeinsam erfasst, und jedes spätere Ereignis - Ausgabe, Übertragung, Reparatur, Audit - beginnt mit dem Scannen des Etiketts. In einem System wie AMPthilly werden druckbare QR-Etiketten direkt aus dem Asset-Datensatz erzeugt, sodass ein Scan mit der Handykamera das passende Profil mit Eigentümer, Historie und Dokumenten öffnet - ganz ohne App-Installation. Der kostenlose Plan (3 Nutzer, 25 Assets) ist ein einfacher Weg, eine erste Charge Ausstattung zu etikettieren und zu erfassen.
Verwandte Begriffe
- Asset-Register - der strukturierte Datensatz, auf den das Etikett verweist
- Seriennummer - die Kennung des Herstellers, die neben dem Etikett erfasst wird
- QR-Code - das scanbare Format, das die meisten modernen Etiketten nutzen
- Barcode - die 1D-Alternative, üblich im Lager
- Asset-ID - das Kennungsschema, das auf das Etikett gedruckt wird