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Etiketten und Kennzeichnung

Was ist ein Barcode?

Definition eines Barcodes in einfacher Sprache: wie die Linien eine Kennung kodieren, die wichtigsten Barcode-Arten und wie Barcodes in Inventar und Asset-Tracking eingesetzt werden.

AMPthilly Aktualisiert

Ein Barcode ist ein maschinenlesbares Muster aus Linien oder Formen, das eine Kennung kodiert und es einem Scanner ermöglicht, das zugehörige Element nachzuschlagen.

Ein Barcode ist ein maschinenlesbares Muster - klassisch eine Reihe paralleler Striche unterschiedlicher Breite -, das eine Kennung codiert, die ein Scanner in einem Bruchteil einer Sekunde liest. Entscheidend zu verstehen: Der Barcode selbst trägt fast keine Informationen; er enthält eine Zahl, und diese Zahl ist der Schlüssel zu einer Datenbank, in der die eigentlichen Daten stehen - der Preis eines Produkts, der Bestand hinter einer SKU oder Inhaber und Historie hinter einem Inventaretikett.

Wie Barcodes funktionieren

In einem eindimensionalen Barcode kodieren die Breiten der dunklen Balken und hellen Lücken Ziffern oder Zeichen nach einer Symbologie - einem veröffentlichten Regelwerk zur Übersetzung von Streifen in Daten. Ein Scanner leuchtet über den Code, misst das Reflexionsmuster und dekodiert es zurück in die Kennung. Ruhezonen (die leeren Ränder links und rechts) sagen dem Scanner, wo der Code beginnt und endet, und die meisten Symbologien enthalten eine Prüfziffer, sodass ein Fehllesen laut scheitert statt still die falsche Zahl zurückzugeben.

Weil der Code nur ein Suchschlüssel ist, kann dasselbe physische Etikett in verschiedenen Systemen ganz Unterschiedliches bedeuten - genau deshalb drucken Organisationen, die einzelne Stücke erfassen, eigene Etiketten, statt das zu verwenden, was auf der Verpackung steht.

Arten von Barcodes

  • EAN und UPC - die Einzelhandelscodes auf Verbraucherverpackungen weltweit, die eine global eindeutige Produktnummer kodieren, verwaltet durch die GS1-Normungsorganisation. Sie identifizieren einen Produkttyp, nicht eine einzelne Einheit.
  • Code 128 - ein kompaktes, flexibles Format, verbreitet in Logistik und interner Kennzeichnung; kodiert Buchstaben und Ziffern.
  • Code 39 - ein älteres alphanumerisches Format, weniger dicht, aber sehr tolerant gegenüber günstigem Druck; lange für industrielle und militärische Kennzeichnung genutzt.
  • ITF-14 - das robuste Format auf Versandkartons.
  • 2D-Matrixcodes - QR-Codes und Data Matrix speichern Daten in zwei Dimensionen, halten deutlich mehr (inklusive vollständiger Weblinks) und werden von einer Handykamera gelesen. Streng genommen sind das auch Barcodes, nur nicht aus Balken.

Der berühmte erste Einzelhandels-Scan - eine Kaugummipackung an einer amerikanischen Supermarktkasse 1974 - war ein UPC, und dieselbe Codefamilie treibt den Einzelhandel ein halbes Jahrhundert später noch an.

Barcodes in Inventar und Asset-Tracking

In der Bestandsführung codiert ein Barcode meist die SKU, sodass ein Scan erkennt, welches Produkt sich bewegt, und das System die Menge anpasst. Beim Asset-Tracking ist die Anforderung eine andere: eine eindeutige ID je einzelnem Stück, denn „ein Mikrofon” ist nicht dieselbe Frage wie „welches unserer zwölf Mikrofone ist das?”. Der Verpackungs-Barcode des Herstellers kann das nicht leisten - jede baugleiche Einheit trägt denselben Code -, also erhält jedes Stück sein eigenes gedrucktes Inventaretikett, mit der Seriennummer im Register daneben für Garantie und Versicherung.

Barcode vs. RFID und NFC

Barcodes sind optisch: Sie brauchen Sichtkontakt und werden einer nach dem anderen gescannt, kosten im Druck aber praktisch nichts. RFID-Tags antworten einem Funkleser ohne Sichtkontakt und in großer Zahl - ein Leser im Türrahmen kann einen ganzen Wagen erfassen -, allerdings zu spürbaren Kosten je Tag und Leser. NFC ist der Kurzstrecken-Verwandte in Smartphones, der per Antippen statt Scannen ausgelesen wird. Die ehrliche Bilanz: Gedruckte Codes gewinnen bei Kosten und Einfachheit, Funk gewinnt bei Geschwindigkeit in großem Maßstab - und die meisten kleinen und mittleren Betriebe erreichen nie den Punkt, an dem sich Funk lohnt.

Verwandte Begriffe

  • Inventaretikett - das gedruckte Etikett, das jedem einzelnen Stück seine eigene scanbare ID gibt
  • SKU - die Produkttyp-Kennung, die die meisten Einzelhandels- und Bestands-Barcodes codieren
  • Seriennummer - die herstellerseitige Kennung je Einheit, neben Ihrer eigenen ID erfasst
  • RFID - Funk-Tags, die aus der Entfernung ohne Sichtkontakt gelesen werden
  • NFC - Funk-Identifikation per Antippen in modernen Smartphones

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