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Inventar und Bestand

Was ist eine Mindestbestellmenge (MOQ)?

MOQ erklärt: was Mindestbestellmenge bedeutet, warum Lieferanten sie setzen, Beispiele und wie kleine Unternehmen hohe MOQs verhandeln oder umgehen.

AMPthilly Aktualisiert

Eine Mindestbestellmenge (MOQ) ist die kleinste Menge eines Produkts, die ein Lieferant in einer Bestellung verkaufen will.

Eine Mindestbestellmenge (MOQ) ist die kleinste Menge eines Produkts, die ein Lieferant in einer Bestellung verkaufen will. Sie kann sich in Stückzahl (500 Stück), in Bestellwert (ein Mindestumsatz) oder in Verpackungseinheiten (ein voller Karton oder eine Palette) ausdrücken. Liegt die MOQ bei 500, können Sie nicht einfach 50 kaufen - Sie bestellen 500, verhandeln oder suchen sich einen anderen Lieferanten. MOQs stehen auf Preislisten und in Angeboten und prägen jede Bestellung, vom Fertigungsbauteil bis zum Büro-Verbrauchsmaterial.

Warum Lieferanten eine MOQ setzen

Kleine Bestellungen kosten den Lieferanten fast so viel wie große. Hinter jeder Bestellung steht feste Arbeit: Produktionsumstellung, Rohstoffe in eigenen Mindestmengen, Papierkram, Kommissionierung, Verpackung, Versand. Unter einer bestimmten Größe deckt die Marge das nicht - der Lieferant zieht eine Linie.

Hersteller setzen oft die höchsten MOQs an, weil ein Produktionswechsel gleich viel kostet, ob 100 oder 10.000 Stück gefertigt werden. Großhändler liegen in der Mitte, meist beim Karton oder Gebinde. Händler und Einzelhandelslieferanten haben dagegen oft niedrige oder gar keine MOQs, dafür einen höheren Stückpreis - die Flexibilität ist eben mit eingepreist.

Rechenbeispiel

Eine Druckerei bietet bedruckte Notizbücher mit einer MOQ von 500 zu 1,80 €/Stück an; Sie brauchen aber nur 150 für ein Event. Ihre tatsächlichen Optionen:

  • 500 bestellen - 900 € statt 270 €, dazu Lagerplatz für 350 Stück Überschuss. Sinnvoll nur, wenn Sie den Überschuss auch wirklich verbrauchen, bevor er veraltet (ein Rebranding oder aufgedruckte Daten machen das schnell zunichte).
  • Verhandeln - viele lassen sich auf 250 Stück zu 2,20 € als Ausnahme für die Erstbestellung ein. Höherer Stückpreis, niedrigere Gesamtsumme, kein Ladenhüter.
  • Lokal in kleiner Menge - Print-on-Demand zu 3,50 € kostet 525 € für genau 150 Stück. Pro Stück teurer, in den Gesamtkosten aber oft günstiger.

Der Vergleich, der zählt, ist immer Gesamtkosten inklusive Lager, Verschwendung und gebundenem Kapital - nie Stückpreis allein.

Hohe MOQ verhandeln oder umgehen

  • Nachfragen. MOQs sind häufiger eine Startposition als eine harte Regel, besonders bei einer Erstbestellung, die noch wachsen soll.
  • Varianten kombinieren. Viele Lieferanten rechnen die Summe über Farben, Größen oder Modelle auf die MOQ an, nicht jede Position einzeln.
  • In längeren Zyklen bestellen. Quartalsbestellungen, die die MOQ ganz von selbst erreichen, sind besser als ein monatlicher Kampf darum.
  • Händler für kleine Mengen, Hersteller für große Stückzahlen. Wählen Sie die Bezugsquelle passend zur Menge.
  • Zuerst Muster. Die meisten verkaufen oder verschicken Produktmuster außerhalb der MOQ, damit Sie die Qualität prüfen können, bevor Sie eine volle Charge verbindlich abnehmen.

MOQ und Bestandsplanung

Ist die MOQ größer als Ihr natürlicher Nachbestellbedarf, überschießt jede Lieferung: Bestand kommt in Klumpen, liegt länger, bindet Kapital und Regalfläche. Dann zählt Rotationsdisziplin - ältesten Bestand zuerst ausgeben (FIFO), damit eine große Lieferung hinten nicht verdirbt - und die periodische Inventur als Moment, in dem Überschuss sichtbar wird. In AMPthillys Einkaufsmodul trägt jeder nachbestellbare Artikel die MOQ des Lieferanten neben Meldebestand und Zielbestand, sodass Bestellungen in Mengen ausgelöst werden, die der Lieferant akzeptiert.

Verwandte Begriffe

  • Purchase Order - das Dokument, das eine MOQ-konforme Bestellung festhält
  • Goods Receiving - gelieferte Menge gegen Bestellung prüfen
  • Stocktake - periodische Zählung, bei der MOQ-getriebener Überschuss sichtbar wird
  • Consumables - nachbestellbare Artikel, bei denen MOQs Alltag sind
  • FIFO - Rotationsmethode, damit große Lieferungen nicht veralten

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