Ein CMMS (Computerized Maintenance Management System) ist Software, die Wartungsarbeiten plant, verfolgt und dokumentiert sowie die Servicehistorie von Assets erfasst.
Ein CMMS (Computerized Maintenance Management System) ist Software, die Wartungsarbeiten plant, verfolgt und dokumentiert - die Arbeitsaufträge (Work Orders), die Pläne für die vorbeugende Instandhaltung, Ersatzteile und die Servicehistorie je Asset eines Wartungsbetriebs. Im deutschen Sprachraum ist die Kategorie als Instandhaltungssoftware bekannt. Sie entstand aus dem Ersatz von Auftragskarten und Wandplanern auf Papier, und ihr Schwerpunkt hat sich nie verschoben: Der Arbeitsauftrag ist das zentrale Objekt, und alles andere existiert, um ihn zu speisen, zu planen oder darüber zu berichten.
Was ein CMMS leistet
Die wiederkehrenden Fähigkeiten in der Kategorie:
- Arbeitsaufträge - ein Datensatz je Aufgabe: Asset, Störung oder geplante Arbeit, Zuweisung, Priorität, Status und was erledigt wurde.
- Planung der vorbeugenden Instandhaltung - wiederkehrende Arbeit automatisch nach Kalender oder Nutzung, damit die Wartung planmäßig statt erst bei einem Ausfall stattfindet.
- Asset- und Servicehistorie - jeder Vorgang am betroffenen Asset protokolliert, der Nachweis für Dauerausfälle.
- Ersatzteile und Bestand - welche Teile es gibt, wo und in welcher Zahl, damit Aufträge nicht warten müssen; siehe Ersatzteilverwaltung.
- Auswertungen - Größe des Rückstaus, Abschlussquoten, Ausfallzeit je Asset, Kosten je Asset.
Der eigentliche Zweck ist, das Verhältnis von reaktiver zu geplanter Arbeit zu verschieben - die Abwägung unter geplant vs. ungeplant -, weil geplante Arbeit günstiger und weniger störend ist als dieselbe Arbeit, die ein Ausfall erzwingt.
CMMS vs. Asset-Management-Software
Beide Kategorien überschneiden sich und werden regelmäßig verwechselt. Ein CMMS ist um die Arbeit herum organisiert: Seine naheliegenden Fragen sind „welche Aufträge sind diese Woche fällig?” und „welcher Techniker ist dran?”. Asset-Management-Software ist um die Assets herum organisiert: „was besitzen wir, wer hat es, wo ist es, was ist passiert, was ist es wert?”. Reparaturen tauchen in beiden auf, aber in unterschiedlichem Rahmen - ein CMMS behandelt eine Reparatur als zu planenden und zu kalkulierenden Arbeitsauftrag; ein Asset-Management-System als Ereignis in der Asset-Historie, neben Ausgaben, Übertragungen und Eigentumswechseln. Eine Fabrik mit drei Wartungstechnikern braucht Ersteres; ein Büro- oder Außenteam, das Laptops, Werkzeuge und Beschilderung im Blick behalten will, meist Zweiteres.
CMMS vs. EAM
EAM (Enterprise Asset Management) ist der größere Bruder: Es legt sich um einen CMMS-Kern und ergänzt Finanzplanung, Beschaffung, das Management von Investitionsprojekten und die Lebenszykluskosten über das gesamte Anlagevermögen. Die Grenze ist unscharf und teils Marketing, doch die Faustregel gilt - ein CMMS verwaltet die Arbeit der Wartungsabteilung; ein EAM verwaltet die Asset-Basis als finanzielle Angelegenheit über die gesamte Lebensdauer.
Wer wirklich ein CMMS braucht
Ein CMMS lohnt sich dort, wo Wartung eine eigene Disziplin ist: eigene Techniker, Maschinen mit vorgeschriebenen Hersteller-Serviceintervallen, gesetzliche Prüfpflichten, ein Teilebestand, dessen Verwaltung sich lohnt. Das verlässliche Signal sind Umfang und Wiederkehr geplanter Arbeit. Teams, deren wunder Punkt „wir wissen nicht, was wir besitzen, wer es hat oder was repariert wurde” lautet, haben ein Problem mit der Sichtbarkeit ihrer Assets, nicht mit der Wartungsplanung - und ein CMMS löst das nicht. In der Praxis braucht ein solches Team zuerst ein Asset-Register - AMPthilly geht genau diesen Weg und koppelt das Register mit einem eingebauten Service Desk, in dem Störungen mit Fotos gemeldet, über eine Status-Warteschlange verfolgt und dauerhaft in der Asset-Historie festgehalten werden.
Verwandte Begriffe
- Geplante vs. ungeplante Instandhaltung - das Gleichgewicht, das ein CMMS verschieben soll
- Wartung - die wiederkehrende Arbeit, die ein CMMS plant
- Ersatzteilverwaltung - Teile verfügbar halten, damit Arbeitsaufträge nicht stocken
- Asset-Uptime - die Verfügbarkeitskennzahl, an der Wartungssoftware gemessen wird
- Service Level Agreement - die Reaktionszusagen, nach denen manche Wartungsteams arbeiten