GPS-Tracking für Geräte nutzt satellitengestützte Tracker an Geräten oder Fahrzeugen, um deren Standort in Echtzeit an eine Software zu melden.
GPS-Tracking für Geräte (engl. GPS asset tracking) ist eine Methode, den physischen Standort von Geräten zu verfolgen, indem ein Tracker seine Position aus Satellitensignalen berechnet und sie - meist über ein Mobilfunknetz - an eine Software meldet. Es beantwortet eine andere Frage als ein scanbares Etikett: Ein Etikett mit einer Asset-ID identifiziert einen Gegenstand, wenn jemand daneben steht; ein GPS-Tracker sagt, wo der Gegenstand gerade ist, ohne dass jemand nachschauen muss.
Wie GPS-Tracking für Geräte funktioniert
Jedes getrackte Asset trägt ein kleines Gerät mit zwei Aufgaben. Ein Satellitenempfänger wertet Positionssignale aus (GPS und meist auch andere Satellitensysteme) und ermittelt seine Koordinaten. Ein Sender - meist ein Mobilfunkmodem - überträgt diese Koordinaten an einen Server, wo eine Software das Asset auf einer Karte anzeigt, eine Routenhistorie führt und Alarme auslösen kann, wenn das Asset einen festgelegten Bereich verlässt.
Die Stromversorgung prägt alles. Fest verkabelte Tracker in einem Fahrzeug melden durchgehend. Batteriebetriebene Geräte an Anhängern, Containern oder Baumaschinen melden sich typischerweise nur wenige Male am Tag - aktuelle Daten gegen eine Batterielaufzeit von Monaten oder Jahren abgewogen.
Welche Assets einen Tracker rechtfertigen
GPS-Tracking verursacht je Asset Kosten, die Etiketten nicht haben: das Gerät selbst, ein Datenabo für sein Modem und das Auge auf die Batterie. Assets, die das rechtfertigen, haben ein gemeinsames Profil:
- Sie bewegen sich aus eigener Kraft oder auf fremden Lkw - Transporter, Anhänger, Maschinen zwischen Baustellen.
- Sie stehen im Freien, wo der Satellitenempfang funktioniert und Diebstahl von Höfen und Baustellen ein echtes Risiko ist.
- Sie sind wertvoll genug, dass der wiedergefundene Standort eines einzigen Stücks die Abogebühren mehrerer Jahre aufwiegt.
Generatoren, Bagger, Anhänger und Fahrzeugflotten sind die klassischen Beispiele. Eine Akku-Bohrmaschine eher nicht - der Tracker kann teurer sein als das Werkzeug.
GPS vs. QR-, Barcode- und RFID-Etiketten
Die Techniken werden oft als Konkurrenten verkauft, lösen aber verschiedene Probleme. GPS liefert den Standort aus der Ferne. Barcode- und QR-Etiketten liefern die Identifikation aus der Nähe: Jemand scannt das Etikett, der richtige Datensatz öffnet sich, und das System erfährt, wer den Gegenstand hat und in welchem Zustand er ist. RFID liegt dazwischen - Tags antworten einem nahen Lesegerät, geeignet für Schleusen und schnelle Inventuren, sagen aber nichts mehr, sobald der Gegenstand die Reichweite verlässt.
Die praktische Aufteilung: GPS für Assets, deren Problem „Wo ist es?” lautet; Etiketten und Verzeichnis für Assets, deren Problem „Wem gehört es, und was ist passiert?” lautet. Eine Schulflotte aus Chromebooks oder iPads befindet sich im Innenbereich unter bekannten Personen - Etiketten plus Ausgabe und Rückgabe schlagen hier ein GPS-Abo je Gerät in Kosten und Nutzen.
Häufige Fehler
- Den Standort verfolgen, aber nicht die Verantwortung. Ein Punkt auf der Karte am Betriebshof verrät nicht, welcher Techniker die Ausrüstung ausgeliehen hat. GPS ergänzt ein Inventarverzeichnis; es ersetzt keines.
- Genauigkeit im Innenbereich erwarten. Die Satellitenortung wird drinnen stark schlechter - ein Tracker meldet vielleicht das Gebäude, aber nicht den Raum.
- Sichtbare Tracker an diebstahlgefährdeten Assets. Ein Tracker, den man in zehn Sekunden findet, ist in elf entfernt. Verstecken oder ein Manipulationsalarm zählt so viel wie die Hardware selbst.
- Die laufenden Kosten vergessen. Jedes Gerät bedeutet ein Abo und eine Batterie, um die man sich kümmern muss; eine Flotte von Trackern wird unbemerkt zu einem eigenen Wartungsprogramm.
Verwandte Begriffe
- Asset-ID - der eindeutige Code, mit dem Ihr Verzeichnis jedes Asset identifiziert
- Typenschild - die feste Herstellerplatte mit Modell- und Seriendaten
- Sicherheitsetikett - ein Etikett, das beim Ablösen sichtbare Spuren hinterlässt
- Metall-Inventaretikett - das langlebige Metalletikett für raue Umgebungen
- 1D- vs. 2D-Barcode - die scanbaren Etikettformate, mit denen GPS meist verglichen wird