Ein Metall-Inventaretikett ist ein metallisches Etikett, meist aus eloxiertem Aluminium, das Hitze, Chemikalien und Abrieb besser übersteht als Kunststoffetiketten.
Ein Metall-Inventaretikett (engl. foil asset tag) ist ein dünnes Etikett mit Metalloberfläche - meist aus eloxiertem Aluminium - zur Kennzeichnung von Geräten in Umgebungen, die normales Papier oder Kunststoff zerstören. Es trägt denselben Inhalt wie jedes Inventaretikett, eine eindeutige Kennung und meist einen scanbaren Code, jedoch auf einer Oberfläche, die Hitze, Lösungsmittel und Abrieb standhält - genau das, was minderwertige Materialien ablöst oder ausbleichen lässt.
Wie Metalletiketten hergestellt werden
Die Haltbarkeit ergibt sich daraus, wo die Markierung sitzt. Bei einem eloxierten Aluminium-Etikett werden ID und Barcode in die poröse Eloxalschicht des Metalls entwickelt, die anschließend versiegelt wird - der Druck liegt in der Oberfläche, sodass Wischen, Schrubben und Lösungsmittelreinigung das Etikett polieren, statt es zu löschen. Geätzte und gravierte Metalletiketten gehen noch weiter und schneiden die Zeichen ins Material selbst. Metallisiertes Polyester ist die günstigere Verwandtschaft: ein Kunststoffetikett in Metalloptik, robuster als Papier, im Verhalten aber näher am Polyester. Edelstahletiketten decken das extreme Ende ab - große Hitze, aggressive Chemikalien, Salzwasserklima.
Wann Metall dem Polyester überlegen ist
Für die Büro-IT sind laminierte Polyester-Etiketten meist die richtige Wahl: günstig, scanbar und intern auf einem handelsüblichen Etikettendrucker zu drucken. Das Metalletikett rechtfertigt seinen Aufpreis, wenn die Umgebung zum Gegner wird:
- Hitze - Motoren, Anlagen, Küchen- und Werkstattgeräte, die heiß genug werden, um Kleber zu erweichen und Kunststoff zu bräunen.
- Chemikalien und Reinigung - Maschinen, die mit Lösungsmitteln entfettet werden, Geräte, die planmäßig mit Hochdruck oder Desinfektionsmitteln gereinigt werden.
- Abrieb und Handhabung - Geräte, die geschliffen, gestapelt und angefasst werden, von Werkstattmaschinen bis zu Robotik-Bausätzen in Transportkoffern.
- Einsatz im Freien - UV-Strahlung und Regen bleichen gedruckte Etiketten binnen weniger Saisons aus - deshalb bekommen Spielplatzgeräte und Baustellengeräte Metalletiketten oder gestanzte Schilder.
Die Faustregel: Sieht die Oberfläche des Assets bereits verwittert aus, wird ein Kunststoffetikett darauf erst recht schlecht aussehen.
Befestigungsmethoden
Metalletiketten werden auf drei Arten befestigt. Hochfester Kleber passt zu glatten, ebenen, sauberen Flächen und trägt kaum auf. Nieten oder Schrauben passen zu strukturierten, gewölbten, pulverbeschichteten oder öligen Flächen, an denen Kleber nicht hält - und wirken zugleich als Manipulationsschutz, da sich das Etikett nicht abziehen, sondern nur ausbohren lässt. Etiketten mit Draht oder Kabelbinder hängen an Assets ohne ebene Fläche, etwa an Schläuchen und Kabeln. Welche Methode auch immer: Es gelten dieselben Regeln zur Platzierung wie bei jeder Kennzeichnung - sichtbar ohne Demontage, abseits der Verschleißzone.
Was auf ein Metalletikett gehört
Das Etikett ist dauerhaft, also muss es auch sein Inhalt sein: die Asset-ID in lesbaren Zeichen, ein scanbarer Code - ein 2D-Code wie QR fasst mehr und lässt sich von abgenutzten Oberflächen besser scannen als ein 1D-Barcode - und der Name des Unternehmens zur Wiedererkennung. Nichts, was veraltet: kein Besitzer, keine Abteilung, kein Standort. Weil Metalletiketten vom Anbieter kommen und nicht bei Bedarf gedruckt werden, bestellen Teams meist eine vornummerierte Serie und ordnen jedes Etikett beim Anbringen dem Asset zu - dieselbe Logik wie bei herstellerseitig eingestanzten Kennungen wie der Fahrgestellnummer an einem Fahrzeug, deren Markierung jeden Besitzerwechsel überdauert.
Verwandte Begriffe
- UID (eindeutige Kennung) - der dauerhafte Code, den das Etikett trägt
- 1D- vs. 2D-Barcode - das passende scanbare Format für eine Metallfläche wählen
- Barcodescanner - codierte Etiketten bei einer Inventur schnell erfassen
- Etikettendrucker - der Weg für den Eigendruck der Polyester-Etiketten, die das Metalletikett ablöst
- Fahrgestellnummer (FIN/VIN) - die eingestanzte Fahrzeugkennung, das Urbild der dauerhaften Metallmarkierung