Elektroschrott (E-Waste) ist jedes entsorgte Elektro- oder Elektronikgerät - von Laptops und Telefonen bis zu Monitoren -, das bei Entsorgung oder Recycling eine besondere Behandlung braucht.
Elektroschrott (engl. e-waste) ist jedes entsorgte Elektro- oder Elektronikgerät - im Grunde alles mit Stecker, Kabel oder Batterie, das das Ende seiner Nutzungsdauer erreicht hat. Für eine Organisation heißt das: ausgemusterte Laptops, Telefone, Drucker, Monitore, Server, Netzwerktechnik, Peripherie, Ladegeräte und die Schublade voller rätselhafter Kabel hinter dem Empfang. Elektroschrott darf in der EU nicht in den Restmüll; er hat eigene Regeln für Sammlung, Behandlung und Recycling - in Deutschland geregelt im ElektroG.
Was als E-Waste zählt
Die Kategorie ist breiter als IT. Typischer Unternehmens-E-Waste umfasst:
- IT und Bürogeräte - Computer, Monitore, Drucker, Kopierer, Server, Switches, Tischtelefone.
- Mobile Geräte - Telefone, Tablets und deren Ladegeräte und Docks.
- Peripherie und Zubehör - Tastaturen, Mäuse, Headsets, Webcams, Kabel.
- Batterien und Lampen - die oft eigene, strengere Sammelwege haben.
- Geräte und Elektrowerkzeuge - Wasserkocher, Kühlschränke, Bohrmaschinen, alles mit Netz- oder Batteriebetrieb.
Die Faustregel: Wenn es Strom brauchte, um seine Aufgabe zu erfüllen, ist es E-Waste, wenn Sie es wegwerfen.
Warum Elektronik separat entsorgt werden muss
Zwei Gründe ziehen in dieselbe Richtung. Elektronik enthält gefährliche Stoffe - Blei, Quecksilber, Cadmium, Flammschutzmittel - die von Deponien in Boden und Wasser gelangen, und Lithiumbatterien, die Brände in Pressen und Müllfahrzeugen auslösen. Sie enthält auch wertvolle, recycelbare Materialien wie Kupfer, Aluminium, Gold und Seltene Erden, die verloren gehen, wenn ein Gerät begraben statt recycelt wird. Separate Behandlung hält Schädliches eingedämmt und Nützliches im Kreislauf.
Die Regeln für Unternehmen
In der EU regelt die WEEE-Richtlinie, umgesetzt im nationalen Recht jedes Landes (in Deutschland im ElektroG), die Entsorgung von Elektronik durch Unternehmen. In der Praxis sind die Pflichten überall ähnlich: Elektroschrott aus dem Restmüll fernhalten, Herstellerrücknahme oder lizenzierte Entsorger und zugelassene Anlagen nutzen und die Nachweise aufbewahren. Geräte mit gespeicherten Daten - Laptops, Telefone, Laufwerke, Kopierer - haben eine zweite, eigenständige Pflicht: Die Daten müssen sicher gelöscht oder vernichtet werden, mit Nachweis.
Alte IT verantwortungsvoll ausmustern
Wiederverwendung schlägt Recycling: funktionierende Geräte intern weitergeben, aufbereiten, spenden oder verkaufen, bevor überhaupt etwas zum Recycler geht. Was wirklich Abfall ist, soll über zugelassene Wege mit Dokumentation gehen, und das Anlagenverzeichnis soll es festhalten - welche Geräte gegangen sind, wann und wo die Papiere liegen. Eine regelmäßige körperliche Inventur bringt die Kandidaten zuerst ans Licht: Der Schrank voller toter Laptops wird erst bearbeitet, wenn jemand zählt. In AMPthilly heißt Ausmusterung, das Asset auf den Status „ausgemustert” zu setzen und die Entsorgungsdokumente anzuhängen, sodass eine spätere körperliche Bestandsaufnahme bestätigt, dass Register und Realität noch übereinstimmen.
Verwandte Begriffe
- WEEE-Richtlinie - die EU-Gesetzgebung zu Sammlung und Recycling von Elektroschrott
- Audit-Trail - die protokollierte Historie, wann und wie Geräte ausgemustert wurden
- Körperliche Inventur - die Zählung, die vergessene Geräte vor der Entsorgung findet
- Asset-Abgleich - Entsorgungspapiere mit den Registerdatensätzen abgleichen
- Körperliche Bestandsaufnahme - bestätigen, dass entsorgte Assets wirklich aus dem Register entfernt sind